Darum geht es in dieser Folge:

Die Marketingwelt ist so schnelllebig, dass wir immer bei jeder Neuheit dabei sein wollen, nein müssen, um nur ja auch ein Stück vom großen Kuchen abzubekommen.

Dabei übergehen wir oft die Überlegung, ob dieser ‘neue Kuchen’ uns überhaupt schmeckt, also ob diese super neue Marketing Strategie zu unserem Marketing und zu uns passt. 

Ich erzähle dir, wie ich mit dem Gefühl des ‘Fear Of Missing Out’ umgegangen bin, dass es gar nicht nötig ist, die komplette Bandbreite an Möglichkeiten auszuschöpfen und wie du herausfinden kannst, was zu dir passt.

Du möchtest lieber lesen? Unten findest eine Zusammenfassung der Folge als Textform.

Warum du kein Clubhouse brauchst,

um Kunden zu gewinnen

Und warum ich inzwischen die App nicht mehr auf meinem Smartphone habe

Es ist zwar schon ein paar Wochen her, dass diese Angst, etwas zu verpassen, sehr groß war und dennoch glaube ich, dass sie bei einigen von euch doch noch da ist. Vielleicht weißt du schon worüber ich spreche. Richtig, ich spreche über Clubhouse, die App, die in etwa Mitte oder Ende Januar so viel Trubel und so viel FOMO, die ‘Fear Of Missing Out’, verursacht hat. Die Angst, etwas zu verpassen. Und ich muss zugeben, mich hat diese Angst auch nicht ausgelassen, denn neue Plattformen bieten großartige Chancen. 

Wenn wir rein strategisch an die Sache herangehen, ist es dort aktuell sehr viel leichter relativ schnell eine Reichweite zu generieren. Denn viele trauen sich nicht so früh und so schnell auf eine neue Plattform und vor allem auch nicht mit einer Expertise, wie man es auf anderen Plattformen gewohnt ist. Und wenn man dann einer der Ersten ist, der mitmischt, dann kann man da in relativ kurzer Zeit sehr viel erreichen. 

Mit diesem Wissen im Background war es für mich unglaublich schwierig auf Clubhouse zu verzichten. Und doch war es wieder so leicht, denn mein Verstand hat mir erzählt: “Ja klar brauchst du Clubhouse. Jetzt musst du schauen, dass irgendwie an irgend ne Einladung kommst, um da eben auch in diesem Spiel mitspielen zu können, um dann auch ja deine Reichweite zu steigern, um auch von den wichtigen Menschen wahrgenommen werden.”

Meine Intuition hat gesagt: „Ach nee, Ramona, nee. Es fühlt sich anstrengend an. Es fühlt sich stressig an.“

 

Und doch habe ich mir eine Einladung ergattert.

Und doch habe ich mir einen Account erstellt.
Und doch war ich bei dem einen oder anderen Tag dabei. 

Inzwischen habe ich die App nicht mehr auf meinem Smartphone. Den Account gibt es noch, den habe ich nicht direkt gelöscht. Aber die App, die habe ich schon seit Wochen nicht mehr auf meinem Smartphone. Und warum das so ist, darüber möchte ich heute erzählen. Denn diese Angst, etwas zu verpassen, hat nicht unbedingt etwas mit Clubhouse zu tun. Diese Angst, etwas zu verpassen, ja, eine große Chance irgendwie nicht zu nutzen. Diese Angst, etwas falsch zu machen und dann von anderen abgehängt zu werden. Die kann sehr groß sein im Business und auch im Marketing.

Tanzt du noch oder machst du schon Marketing?

Das ist auch einer der Gründe, warum viele, wenn sie mit ihrem Marketing starten, gefühlt erst auf allen Hochzeiten tanzen. Das ist mit einer der größten Fehler, die du machen kannst. Du kannst dich gar nicht auf eine Plattform so stark konzentrieren. Denn wenn du deinen Fokus zu sehr streust, wird dein Fokus auf diese Anzahl Plattformen eben auch verteilt.

Dann kommen noch mehr Gedanken dazu:
Wenn ich jetzt bei Instagram einen Beitrag plane, dann sollte ich den dann noch kürzen?
Vielleicht verlinkt?
Dann möchte ich noch ein Youtube-Video hochladen und vielleicht noch mein Pinterest bespielen? 

Und schon verbringst du dein gesamten Business Alltag und Marketing mit Kleinigkeiten und Perfektionieren und du hast trotzdem zu wenige oder vielleicht sogar keine Kunden. Wenn du dich allerdings auf eine Plattform fokussierst, wenn du direkt von Beginn an sagst: „Okay, ich gebe 110%, 110% auf dieser Plattform. Und mit 110% meine ich nicht, dass man die ganze Zeit im Hustle Modus ist, dass man sich ein Bein ausreißt, damit das endlich funktionieren kann.

Sondern damit meine ich, dass man sich auf dieser Plattform in die Wunschkunden hineinversetzt, dass man auf dieser Plattform geniale Inhalte erstellt und dass man auf den 10 anderen Plattformen auch nicht als Nutzer unterwegs ist! Und warum dennoch so viele mit viel zu vielen Plattformen starten? Das ist eben diese Angst, etwas zu verpassen!

Mich kennt keiner. Mich lädt keiner irgendwo ein.

Und genau diese Angst hat Clubhouse bei mir hervorgerufen. Diese Angst, den Anschluss zu verpassen. Diese Angst, dass sich alle anderen jetzt supergut vernetzen. Mich kennt keiner. Nur mit mir möchte keiner sprechen. Mich lädt keiner irgendwo ein. Das ist genau das, worauf auch das Konzept von diesen Einladungen abzielt. Wenn wir rein die Clubhouse App anschauen, Clubhouse als Social Media Netzwerk, war das richtig geiles Marketing.

Diese Plattform ist aus dem Boden geschossen, weil jeder das Gefühl hatte, dabei sein zu wollen. Da dieser exklusive Charakter durch diese Einladungen so sehr geschnürt wurde, dass jeder unbedingt dabei sein wollte, um sich gut zu fühlen. Und das ist an sich genial. Es ist ein mega gutes Marketing und gleichzeitig ist das etwas, was rein auf der menschlichen Ebene nicht ganz so schön ist.

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Als ich meine Einladung ergattert hatte, konnte ich auf Instagram endlich erzählen: „Ich bin auf Clubhouse!“

Ich habe mich dann in die App eingeloggt, hab geschaut, wie funktioniert das Ganze? Wie ist da die Vorgehensweise? Wer ist da unterwegs? Und hab mir ein paar dieser Talks angehört. Falls du noch nicht weißt, was Clubhouse ist, dann ist das überhaupt gar nicht schlimm, denn im Prinzip ist es nur ein Live Podcast. Also ich würde genauso, wie ich hier diesen Podcast aufnehme, ein und dasselbe auf Clubhouse erzählen und Menschen könnten mir zuhören. Ein geniales Konzept. 

Ich finde den Grundgedanken hinter Clubhouse super cool. Trotzdem ist es aktuell nicht meine Plattform. Und trotzdem war ich da. Trotzdem war ich dort aktiv, zumindest ein paar Tage lang und hab die ganze Zeit Stress gehabt, dass ich da noch mehr sein möchte. Ich hab Stress gehabt, dass ich mit richtig coolen Menschen sprechen muss, damit die mich wahrnehmen. Und vor allem wollte ich ja nicht nur zuhören. Das hätte diesen Stress, glaub ich, gar nicht ausgelöst, sondern ich wollte mitmischen. Ich wollte Clubhouse, wenn ich es nutze, für mein Marketing nutzen. Das funktioniert dann, wenn ich nicht nur ein stiller Mithörer bin, sondern eben auch meinen Senf dazu gebe. 

Ich hab also ganz viel meiner Zeit da rein gegeben, weil ich zugehört habe und weil ich ja noch was dazu sagen wollte. Als ich dann tatsächlich was gesagt hab, waren das vielleicht drei Minuten, dafür habe ich aber 50 Minuten anderen zugehört. Ich möchte jetzt nicht sagen, dass es nicht interessant war, aber das ist kein effizientes Marketing. Denn, wenn ich zu einem Thema etwas hören möchte, dann höre ich mir den Podcast an, weil da kann ich ganz gezielt rein tauchen und mir auch ganz gezielt aussuchen, von wem ich etwas hören möchte.

Verstand VS Intuition

Es kann sein, dass dir Clubhouse super viel Spaß macht, dass es deine App der Wahl ist. Dass du oder dass dein Business da so richtig durch die Decke gehen kann, möchte ich nicht ausschließen und gleichzeitig ist es eben nicht meins. 

Eine Geschichte möchte ich dir nämlich gerne noch kurz erzählen.
Ich hab mir gesagt: „Als Online-Marketing Expertin solltest du sie zumindest mal angeschaut haben, solltest einmal reingeguckt haben und solltest auch mitgemischt haben.“ Und das war ganz klar mein Verstand, denn meine Intuition und mein Gefühl haben die ganze Zeit schon gesagt: „Ramona nein, nein, nein, möchten wir nicht! Ist nicht unsers.“ Mein Verstand war aber lange wieder lauter.

Dann habe ich mir aber etwas vorgestellt:

Was wenn Clubhouse offline wäre, wenn Clubhouse keine App wäre, keine Onlineplattform? Menschen, die in einem Talk sind, die wären eben in einem Raum. Dann wäre es ein bestimmtes Thema, über das gesprochen wird, z.B. Spiritualität im Business. Und dann stünden da ganz viele Menschen rum. Ein paar wären Zuhörer und sagen wir mal drei Moderatoren mit Mikro in der Hand, die auf einer Bühne stünden. Und auf dieser Bühne wären noch andere Menschen, Menschen, die sich freiwillig aus dem Publikum gemeldet hatten, die unbedingt etwas dazu sagen wollten. 

Im Offline Leben wäre ich der letzte Mensch, der die Hand heben würde und sagen würde ich möchte da mit auf die Bühne. Ich liebe es, vor anderen zu sprechen, egal ob online oder offline. Ich liebe es.

Und gleichzeitig ist für mich aber wichtig, dass ich meine Rolle habe. Wenn ich zum Beispiel weiß, ich gebe einen Workshop, dann läuft es für mich super gut, weil ich die Rolle desjenigen habe, der diesen Workshop macht. Genauso, wenn ich einen Vortrag halte. Ich bin diejenige, die den Vortrag hält.

Gleichzeitig ist es für mich so:
Wenn ich im Publikum sitze, sitze ich im Publikum. Ich liebe es zuzuhören und mir erzählen Menschen auch ganz viel. Und deswegen hätte ich in so einer Situation gar nicht das Bedürfnis, etwas zu sagen. Ich hatte aber bei Clubhouse dann das Gefühl, etwas sagen zu müssen. Sonst kann ich es ja nicht gut für mein Marketing nutzen. 

Wenn Clubhouse das ist, wo dein Herz für schlägt. Dann go for it!

Vielleicht liebst du auch Clubhouse und denkst dir selber: “Ramona, was erzählst du denn da für ein Schmarrn?” Vielleicht geht es dir dann mit einer anderen Plattform so. 

Was ich dir heute nämlich mitgeben möchte ist: es gibt auch bei der Wahl der Plattform kein Richtig oder kein Falsch. Es gibt kein da musst du unbedingt dabei sein sonst…, sondern es zählt immer nur dein Gefühl. Es zählt, wie du dich auf den einzelnen Plattformen fühlst. Es geht darum, wie du deine Energie nutzen kannst. Bitte, bitte baue dein Marketing unbedingt so auf, dass du auf Plattformen unterwegs bist, die dir Energie geben, nicht ziehen!

Und das heißt nicht, dass du nicht alles mal ausprobieren kannst. Beobachte dich selbst. Wie fühlt es sich an? Wie fühlt es sich an, auf dieser Plattform unterwegs zu sein? Hören nicht auf diese Stimme im Außen, die sagt du brauchst Clubhouse oder du musst unbedingt bei Instagram sein oder LinkedIn. Denn das sind alles Sätze aus dem Verstand. Du merkst es daran, wie ich es formuliert habe. Wenn, dann. Wenn du das machst, passiert das. Das macht dein Verstand, nicht deine Intuition. Die sagt ja oder nein, links oder rechts, oben oder unten. Die sagt nicht: Wenn du das machst, passiert das. Und genau das darfst du lernen, darauf zu hören, was deine Intuition sagt.

Es geht darum, wie du dich fühlst!

Ab und zu ist der Verstand einfach mal ein bisschen lauter, vor allem, wenn es ein Thema ist, das gerade online dann z.B. auch sehr viel diskutiert wird. Weil dein Verstand einfach diese Dinge gelernt hat, gewisse Glaubenssätze entwickelt hat und dir dann erzählt: „Okay, du musst dies machen und das machen und jenes machen.“ Dabei geht es wirklich darum, wie du dich fühlst, was deine Intuition dir sagt. Es darf ein Prozess sein, es darf sich ändern, das muss nicht von vornherein in Stein gemeißelt sein.

Und gleichzeitig möchte ich dich noch an den Anfang erinnern (ich liebe es, wenn ich den Bogen spannen kann): diese Angst, etwas zu verpassen. Probiere eine Plattform nach der anderen, logg dich ein, schau was dir gefällt, konsumiere ein bisschen. Aber um aktiv Plattformen zu bespielen, lege den Fokus auf eine Plattform und dann kannst du das jederzeit erweitern.

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